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Das kann doch nicht sein! Nachdem die Waschmaschine ihren üblichen Piepston von sich gegeben hatte, der verkündet, dass die Wäsche fertig ist, brachte ich Buntes in den Nebenraum, um es auf den Wäscheständer zu hängen. Große Teile, wie T-Shirts, Handtücher und Bettwäsche hänge ich gerne auf. Also hatte ich den Wäscheberg schnell abgearbeitet. Übrig blieben nur noch Strümpfe. Meine Kniestrümpfe und schwarze Socken meines Mannes. Das Sortieren und Aufhängen von Socken mag ich überhaupt nicht, aber was blieb mir übrig? Auch diese Arbeit musste erledigt werden. Ich sortierte und hängte auf. Strumpf für Strumpf. Doch plötzlich stutzte ich. Was ich jetzt erzähle, kann gewiss (fast) jede Hausfrau nachvollziehen. Ein einzelner schwarzer Herrensocken blieb verschwunden. Vor kurzem musste ich lächeln, als ich von der Neuerscheinung eines Buches las, das ungefähr den Titel trug: "Sockenfressende Waschmaschinen." Natürlich weiß ich, dass es solche Maschinen geben muss, habe ich es doch nun selbst erlebt. Dachte ich Als ich alle Socken, bis auf den verschwundenen, aufgehängt hatte, begab ich mich auf die Suche. Ein Strumpf kann doch nicht einfach verschwinden! Der Wäschekorb, in dem wir Schmutzwäsche beherbergen, war leer. Hier konnte er nicht liegen geblieben sein. Auch die Waschmaschine, in der ich jetzt den Strumpf vermutete, enttäuschte mich. Es war doch keine sockenfressende, denn so oft ich auch die Trommel drehte, der Strumpf fand sich dort ebenfalls nicht. Nun war guter Rat teuer. Ich zermarterte mir den Kopf, wo er nur geblieben sein konnte. Schaute neben und hinter die Waschmaschine, ging den kurzen Weg vom Bad zum Arbeitszimmer, wo Wäsche aufgehängt wird, ab. Kein Strumpf fand sich. Ich ging sogar durch die restliche Wohnung. Aber wie sollte ein verlorener Strumpf sich in einem der anderen Räume anfinden? Laufen konnte er wohl doch nicht. Der Socken fand sich nicht wieder, und ich gab die Suche auf. Leider mein Kopf nicht, denn ich musste nun ständig an den verlorenen Socken denken. Es konnte doch nicht sein, dass ein Socken eines Paares, das in der Schmutzwäsche gelegen hatte, einfach so verschwand! Irgendwann vergaß ich die Angelegenheit dennoch. Bis es in meinem Kopf klickte! Ja, das musste die Lösung sein. Lächelnd ging ich zum Wäscheständer, auf dem auch ein königsblaues Spannbettlaken hing. Ich untersuchte das Laken, und wie ich es letztendlich vermutet hatte, fand ich dort endlich den Socken. Er hatte sich in dem mit Gummiband versehenen Rand verkrümelt, war selbst beim Ausschlagen des Lakens vor dem Aufhängen nicht herausgefallen. Endlich konnte ich auch das letzte Stück Buntwäsche aufhängen. Und den Gedanken um einen verloren gegangenen schwarzen Herrensocken aus meinem Kopf verbannen!
(10. Juli 2005)
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