Das ist schön!

Wenn sich bei diesem Herbstwetter Menschen daran erinnern, dass es sinnvoll ist, Laub von Gehwegen zu entfernen. Nicht nur einmal pro Woche, wie es die Hausordnung vielleicht vorschreibt.

Eventuell können andere Hausbewohner, die Zeit haben, mal einen Besen nehmen. Auch wenn sie nicht dazu verpflichtet sind.

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Wenn im Bus die vorderen Sitzplätze für ältere oder gehbehinderte Fahrgäste frei gehalten werden.
Oder diesen Personen beim Einsteigen der Vortritt gelassen wird.
Oder der Busfahrer wartet, wenn er sieht, dass noch jemand mitfahren möchte.
Oder erst die junge Mutter mit Kinderwagen aussteigen darf, bevor alle anderen an ihr vorbei drängeln.

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Wenn ein Paket in der oberen Etage abgeliefert und nicht eine Benachrichtigungskarte in den Briefkasten gesteckt wird, obwohl der Empfänger zu Hause ist.

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Wenn Menschen nicht nur über angeblich immer schlechtes Wetter meckern, auch wenn es grade erst einen Tag lang regnet.

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Wenn Nachbarn füreinander da sind. Und nicht jeder nur seine Tür spaltbreit öffnet.

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Wenn alles, was an Essen übrig bleibt, an die verteilt wird, die es dringend brauchen. Es gäbe keine Hungernden mehr.

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Wenn Radfahrer auf Gehwegen Fußgängern Vortritt lassen.

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Wenn Ampeln längere Grünphasen für Fußgänger anzeigen.

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Wenn Weihnachtsartikel nicht so früh in die Läden kommen, wodurch Vorweihnachtsfreude für Kinder spannender gemacht wird.

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Wenn an Obstbäumen zu viel Obst nicht hängen bleiben muss, sondern von Gartenbesitzern zum Selbstpflücken eingeladen wird.

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Wenn Handys denen vorbehalten sind, die Gebühren auch bezahlen können. Kinder verdienen kein eigenes Geld, telefonieren häufig aber mehr, als Erwachsene.

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Wenn Kindern vorgelesen oder erzählt wird, anstatt sie zu lange allein vor dem Fernseher sitzen zu lassen.

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Wenn es mehr Hilfstauschdienste gibt. Einer hilft beim Einkaufen, als Gegenleistung wird zum Beispiel ein Brief geschrieben.

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Wenn beim Einkaufen Fertigprodukte ignoriert werden, die mit chemischen Zusatzstoffen versetzt sind.

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Wenn Kriege abgeschafft …
alle Waffen in der Wüste verscharrt oder im Meer versenkt …
und von dem dann ersparten Geld Hilfsgüter für Menschen in armen Ländern gekauft werden.

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Sicherlich ist es für meine Leser und Leserinnen auch schön, wenn ich nun mit meiner Gedankenwunschliste hier Schluss mache.

 

 

(25. Oktober 2005)
© Karin Ernst