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Frieden > Zufriedenheit > Heiterkeit Als ich lange genug am Computer gesessen habe, stehe ich auf, recke und strecke meine steifen Glieder und schaue aus dem Fenster. Wow - die Sonne hat es sich wieder überlegt und strahlt mich voll an. Ich gehe auf den Balkon, schaue aufs Thermometer und staune: Es zeigt 22 Grad. Der Computer ist vergessen, denn den ersten so richtig frühlingswarmen Balkonnachmittag kann ich mir doch nicht entgegen lassen. Ich gehe ins Wohnzimmer und stelle nicht nur dort, sondern auch in der Küche und im Arbeitszimmer die Heizung ab. Frühlingswärme kann nun die Räume durchfluten. Ich schnappe mir das Mobiltelefon, den frisch aufgebrühten Becher Tee, Block, Stift und Lesebrille und gehe zurück nach draußen. Nun kann mich nichts mehr davon abhalten, einige Zeit in Ruhe und Wärme zu verbringen, Erholung für Körper und Seele zu genießen. Die heutige Krankengymnastik hat mir schon sehr gut getan, also können Sonnenstrahlen diese Wirkung sicherlich noch verstärken. Schmerzen spüre ich heute wesentlich geringer, ich fühle mich gelöst. Nachdem der Stuhl in die richtige Position gestellt ist, mache ich es mir auf dem Fellkissen bequem, nehme die Brille ab und seufze beinah vor Entspannung. Ich schließe die Augen und lausche den Geräuschen ringsumher. Vogelgezwitscher vielerlei Art entspannt mich, und aus dem Nachbargarten klingt fröhliches Kinderlachen herüber. Kinder haben sich zu einem Ballspiel gefunden, und die Kleinen sind genauso froh wie ich, dass sie endlich wieder draußen toben können. Plötzlich bellt ein Hund. Ich öffne die Augen und schaue in den Garten. Ein sandfarbener kleiner Mischlingshund aus dem Nachbarhaus saust wieselflink umher, indem er einem rot-weiß-gepunkteten Ball folgt, der von einem lachenden Mädchen geworfen wird. Die beiden haben viel Spaß, und ich schaue ihnen eine Weile zu. Dann muss ich lächeln: Der Hund stutzt, weil ein zweiter Ball vor seinen Füßen landet. Er wurde aus dem Nachbargarten zu weit geworfen, so dass er über den Zaun flog. Das Mädchen, das mit dem Hund spielt, wirft ihn zurück. Ich lasse mich zurückfallen ins Dösen, innere Ruhe macht sich breit. Ein Vogel meint es besonders gut mit seinem Gesang. Zwei Töne in einer Lautstärke, die mich wundert, erfreuen mich. Ist es ein Kiebitz? Kiwitt, kiwitt erklingt, und ich frage mich, ob es hier überhaupt Kiebitze gibt. Beinah wäre ich eingeschlafen, als das Telefon stört. Ich nehme es und gehe hinein. Nachbarn, die vielleicht ebenfalls auf dem Balkon sitzen, brauchen das Gespräch nicht mit anzuhören. Eine Freundin gratuliert mir zur Veröffentlichung einer meiner Kindergeschichten, die im nächsten Jahr in einem Kindergartenkalender abgedruckt wird. Für eine Hobbyautorin ist eine solche Überraschung natürlich eine besondere Freude. Nach Beendigung des Telefonats gehe ich zurück zu meinem Sonnenplatz und erliege erneut dem Zauber der Frühlingsstreicheleinheit. Nun verstelle ich die Stuhllehne wieder zum Sitzen und beginne, den Tag Revue passieren zu lassen, indem ich meine Gedanken aufschreibe. Frieden in meiner Seele, Zufriedenheit im Herzen und eine Spur sonnenlockere Heiterkeit breiten sich wohltuend in mir aus, während der Stift übers Papier flitzt.
(31. März 2008)
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