Honig zum Frühstück

Du sagst
du hast beim Aufstehen
nichts zum Lachen
gehst freudlos
in einen Tag voller Last

auf dem Frühstückstisch
ein Glas Honig
ein Geschenk für dich
aus der Natur

stell dir vor
wie viele Bienchen
emsig von Blüte zu Blüte
geflogen sind
diesen kostbaren Nektar
zusammen zu tragen

schließe kurz die Augen
höre das Summen
des fleißigen Völkchens
erfasse innerlich
die herrlich bunte Sommerblumenwiese
und genieße
den vielfältigen Duft

öffne nun langsam
wieder deine Augen
ich bin sicher
ein Lächeln
überzieht dein Gesicht
das honigbestrichene Brötchen
wird dir köstlich munden
und die Erinnerung lässt dich
einen positiven Tag erleben
…blütenduftbehangen

 

Dieses Gedicht entand im Mai 05 während eines Aufenthaltes in einer Kurklinik.

 

(16. Februar 2006)
© Karin Ernst