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Ich bin wieder da! Als ich das heutige Datum schreibe, komme ich ins Sinnieren: Es sind tatsächlich -fast auf den Tag genau- 4 (in Worten: Vier) Monate her, wo ich zum letzten Mal etwas geschrieben und in meine Homepage gesetzt habe. Heute habe ich mich damit befasst, meine Seiten nach Bildern zu durchforsten, die hier nicht reingehören. Ach ja: Ich bin zurück! Zurück von einer schweren Operation, zurück aus mehreren Kliniken - zurück ins Leben. Obwohl sich mein Leben radikal verändert hat und ich an manchen Tagen denke, ich werde es nicht schaffen, erinnere ich mich doch wieder an die Kraft, die -tief verborgen- in mir liegt. In all den letzten Wochen habe ich gekämpft und auch viel erreicht. Wenn ich zurückdenke, wie es mir nach der Operation ging ... Doch wie kann ich mit einem Leben zufrieden sein, wo ich nicht mehr "einfach so" loslaufen kann? Weil mich das Alleinsein im Moment beinah erdrückt, schaue ich aus dem Fenster, erblicke einen Vogel, der fröhlich herumfliegt und träume mich fort ..... Ein kleines Mädchen hüpft auf dem Bürgersteig, schaut tatsächlich zu mir hoch und - lächelt. Ich winke und lächle nun auch. Ich wende mich vom Fenster ab, vergesse das Bein, das beinah nicht zu mir gehört, greife zum Gehwagen. Nun ja, ich habe zwei nette kleine Freuden erlebt, dadurch gelächelt, nun kann ich weitergehen. Auch in Zeitlupe komme ich voran. Ich hab's nicht eilig ... Wenn ich nach kleinen
Freuden suchen will, fällt mir sofort eine ein: Meine Schmerzen sind
um einiges geringer geworden, so dass ich auch damit wirklich zufrieden
bin. Und wenn ich auch einen "Cocktail" an Schmerzmedikamenten
nehmen muss, wünsche ich mir den ursprünglichen Zustand nicht
zurück. Kann ich auch den Satz: "Das schaffst du schon" beinah nicht mehr hören, weiß ich doch, ich brauche nur Zeit, das dunkle Tief zu überwinden. Zeit habe ich genug, und auch noch so viel Tränen sind kein Hinderungsgrund, mein Ziel vor Augen zu behalten In den letzten Wochen habe ich mehr denn je diesen Spruch begriffen: "Es gibt viele Menschen, denen es noch schlechter geht als mir". Nicht immer ist das ein Trost, doch will ich nicht unbescheiden sein. Gewiss werde ich es schaffen, bald wieder etwas zu schreiben. Wenn ich auch in den letzten Wochen gelernt habe, dass ich künftig viel mehr an mich denken und zur Ruhe kommen muss. Ich bin froh, dass ich mich in diesem Jahr nicht in den Vorweihnachtstrubel stürzen muss (und kann). Also möchte ich behaupten: Besinnlichkeit ist angesagt. Und das ist mein Weihnachtswunsch ...
12. Dezember 2008
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