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" nur die Sterne, die luuren (schauen) uns zu " hört sie grade noch, als sie in die Küche kommt. Aus dem Radio erklingt eines ihrer Lieblingslieder. Immer diese Erinnerungen! Sie summt ein wenig mit und kommt ins schwärmerische Nachdenken Nein, auf dem Mond möchte sie nicht spazieren gehen, auch braucht ihr niemand die Sterne vom Himmel zu holen. Wie viele Texte sind über Himmel, Sonne, Mond und Sterne geschrieben worden. Und doch gefällt ihr alles dort oben. Am liebsten natürlich die Sonne, die alle mit ihrem Licht, ihrer strahlenden Helligkeit und heilenden Wärme verwöhnt. Auch mag sie den Mond, schaut gerne zu, wie er ab- oder zunimmt. Wenn er sie auch wenige Tage vor seiner vollen Rundung vom Schlaf abhält, findet sie es doch interessant sich vorzustellen, wie's dort oben aussieht. Völlig fasziniert ist sie allerdings von Wolkenspielen. Wie viele Farbnuancen schenkt dann der Himmel. Und wenn sich dicke Wattebauschwolken in glitzerndem Weiß auf strahlendem Blau zeigen, träumt sie sich fort - auf ihre Wolke... Wir alle kennen Tage, an denen wir glauben, es geht nicht mehr weiter. Kummer, Sorgen, Schmerzen und Verzweiflung lassen es auch sie manchmal nicht mehr aushalten. Hier auf der Erde. Alles ist zu viel, zu laut, zu undurchschaubar. Vergangenheit vorbei, Zukunft noch unerreicht, das Heute will überstanden werden. An solchen Negativtagen wünscht sie sich manchmal, fortfliegen zu können. Einfach wie ein Schmetterling auf und davon. Dorthin, wo nichts quält, sie sorglos sein kann, alles leicht und luftig ist. Solch einen Platz hat sie jetzt endlich gefunden. Eben seit kurzem "ihre Wolke". Ihre ganz eigene! Denn sie hat sie sich erträumt, kann sie sich jederzeit wieder herholen. Schwuppdiwupp macht sie sich auf den Weg, ist in Windeseile oben, und es geht ihr gut. Sie lässt sich dort in all das dicke weiche Weiß fallen, spürt keine Schmerzen, nichts ist zu viel, kein Laut dringt von unten herauf. Sie findet Ruhe, kann in Frieden sein mit allem in sich, braucht keine Verantwortung zu übernehmen. Selbstverständlich kann sie auch singen und lachen, so laut es geht. Niemand fühlt sich gestört. Und Tanzen ist möglich, leichtfüßig wie in ihrem früheren Leben. Sie landet im Selbst, im eigenen Ich, das sich für selige Augenblicke den Anspruch gönnt, innezuhalten. Pure Behaglichkeit. Und wenn sie nach ihrer fantastischen Reise wieder herunterkommt, versucht sie, ihre aufgeladene positive Energie gut festzuhalten!
© Karin Ernst Bild: © Sina H.
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Das Bild zu dieser Geschichte wurde vor dem Schreiben von meiner kleinen Künstlerin Sina gemalt. Ich hatte dabei keine Vorstellung, für welchen Text ich es verwenden würde. Kam das wunderschöne Bild auch völlig überraschend, denke ich beim näheren Hinsehen: Es passt genau zu meinem Text. Die Frau befindet sich auf ihrer Wolke. Über die Himmelsleiter kommt ein Engel zu Besuch. Und bringt ihr ihr Herz
Danke, liebe Sina, für das schöne Bild!
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