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Nimm meine Hand
Ich lebe heute, fühl' mich wohl
in dir jedoch grad wieder Moll
nimm meine Hand und folge mir
gern möcht' ich etwas zeigen dir
gemeinsam geh'n wir diesen Weg
über den kleinen schmalen Steg
hab' keine Angst, ich halte dich
stütz' dich vertrauensvoll auf mich
auf weichem Moos werden wir laufen
nein, hier gibt es nichts zu kaufen
sollst dich an Schönem nur erfreuen
magst Leben fühlen ganz von neuem
bald wähnst du dich in Traumes Garten
musst auf keine Pflichten warten
die hetzen dich von früh bis spät
bis abends dann das Licht ausgeht
von Engeln über uns bewacht
hören wir Elfchenlachen sacht
lausch dem Zirpen auch der Grillen
hier geht's nur nach deinem Willen
schließ die Augen, schmeck den Duft
den schenkt uns hier die samt'ne Luft
ruh dich aus im Gras voll Klee
kannst dort vergessen Seelenweh
schalte ab dein altes Denken
versuch dein Herz dahin zu lenken
wo Vögel mit den Wolken schwingen
Blumen dir viel Freude bringen
auf einem Teich Seerosen blüh'n
abends tausend Sterne glüh'n
lass dich streicheln sanft vom Wind
fühl dich geborgen wie ein Kind
fort von Straßenlärm und Schmutz
nimm des Himmels sich'ren Schutz
schlaf ein und fühl dich sanft bewacht
bis Frohsinn auch dir wieder lacht.
© Karin Ernst
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