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Schlafender Computer Wie gut, dass ich jetzt wenigstens das Schreibprogramm benutzen kann, sonst würde diese Episode nicht zustande kommen. Heute Morgen ist alles anders. Vor ein paar Minuten habe ich die Wohnungstür hinter meinem Mann geschlossen, der zur Arbeit fährt. Meine üblichen Worte "bitte fahr vorsichtig" begleiten ihn. Nun habe ich ZEIT! Mehr als üblicherweise morgens, denn unser Computer mag heute nicht. Zwar ist er gnädigerweise bereit hochzufahren, ab dann funktioniert aber gar nichts. Weder komme ich ins Internet, noch kann ich Emails abrufen. Ein merkwürdiges Gefühl, wenn es nach ein bis zwei Sekunden heißt: "Die Verbindung konnte nicht hergestellt werden" oder "Der Host wurde nicht gefunden." Mein Mann und ich haben je einen PC-Platz, und auch er hatte in der Früh' bereits dieses Problem. Auf meine Frage, warum der Kasten nicht funktioniert, erklärte er lapidar: "Das kann vieles bedeuten. Vermutlich stimmt mit dem Router etwas nicht." "Oder mit unserem Anbieter", füge ich hinzu, denn dieses Problem hatten wir schon einmal. Damals hat es Stunden gedauert, bis eine Verbindung ins Netz möglich war. Nun kann und muss ich mich also eine Zeitlang anderweitig beschäftigen. Ich überlege, was zu tun ist. Geputzt ist, die Betten haben noch Zeit zum Lüften, also kann ich gleich den Abwasch machen. Der dauert nicht lange. Morgendliche Frühstücksfernsehsendungen interessieren mich nicht, und da ich mit leichtem Kopfweh aufgewacht bin (verursacht durch geöffnete Dachfenster bei meiner gestrigen Busfahrt), mag ich so früh auch noch nicht lesen. Auf dem Balkon sitzen und die Natur beobachten, ist heute nicht möglich, da das herbstähnliche Wetter nicht zum Draußensein einlädt. Bei 14 Grad und sonnenlosem Grauhimmel müsste ich eine warme Jacke anziehen *brr*. Wie gut, dass ich um 11 Uhr einen Termin bei meiner Physiotherapeutin habe. Es ist schon erstaunlich festzustellen, wie sehr so ein "Mitbewohner" unseren Zeitplan beeinflusst. Und doch lächle ich! Denn plötzlich fällt mir ein, dass das technische Problem spätestens heute Nachmittag behoben werden kann: Ein Freund, der uns immer wieder als Computerhelfer zur Verfügung steht, hat sich angesagt. Das zugehörige Programm meiner Digitalkamera funktioniert ebenfalls nicht. Also möchte er nach dem Rechten sehen, nachdem es mir gestern unmöglich war, frisch geknipste Bilder eines herrlichen Regenbogens in meine Fotodatei zu speichern. Wie praktisch, dass er sich bei der Gelegenheit nun gleich um die Einwahlschwierigkeiten kümmern kann. Beschwingt begebe ich mich in die Küche, um Abwaschwasser in die Spüle einzulassen. In Vorfreude darauf, dass unser Computer heute Nachmittag wieder zur Arbeit bereit sein wird. Hoffentlich
(07. Juli 2005)
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