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Der Oktober
verabschiedet sich
wie's geschrieben steht
grau
regnerisch
windig
ich werde mich
nicht beklagen
hat er uns doch verwöhnt
viel seines Goldes geschenkt
häufig Sonne im Gepäck
zieht er auch fort
hinterlässt er doch
herrliche Farben
Weinlaubrot
Kastanienbraun
Vogelbeerenorange
Herbstblumenbunt
Regenpfützenviolett
und
letzte Rosen
bemüht
uns zu gefallen
zur Aufmunterung
im nahenden Dunkelmonat
…. November.
© Karin Ernst
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Nachsatz:
Dieses Gedicht schrieb ich während der Wartezeit bei meiner Ärztin.
Es nahm mir die innere Unruhe. Eine Mitpatientin, die vor mir ins Behandlungszimmer
gerufen wurde, verabschiedete sich mit Handschlag von mir und ungefähr
folgenden Worten:
"Als Sie hereinkamen, ging die Sonne auf. Sie strahlten Positivität
aus. Alles schwieg, und Sie brachten die Frauen zum Reden, so dass vorher
angespannte Gesichter lächelten.
Alles Liebe für Sie und Ihr zukünftiges Leben. Und viel Freude
bei Ihren weiteren Aktivitäten, die Ihr Herz so sehr erfreuen. Man
sieht es Ihnen an. Danke."
Über diese netten Worte habe ich mich gefreut, war aber auch sehr
gerührt.
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